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Beikost II

Verfasst von am 1. Juni 2008 – 12:57. Kein Kommentar

Wenn du keine oder nicht ausschließlich Gläschenkost geben möchtest, verwende für selbst gekochte Beikost Gemüse, Obst, Getreide und andere Nahrungsmittel aus biologisch-dynamischem Anbau, um die Schadstoffbelastung für dein Kind so gering wie möglich zu halten. Vermeide Salz, Zucker und andere Würzmittel im ersten Lebensjahr, um das Verdauungssystem des Babys nicht zu überlasten. Gare selbst gekochte Beikost im Schnellkochtopf oder mit sehr wenig Wasser in einem Gareinsatz, so bleiben die Vitamine weitgehend erhalten. Rühre einen bis zwei Teelöffel Raps- oder Maiskeimöl oder Butter unter die Beikost, wenn das Kind nach einer Mahlzeit nicht mehr an der Brust trinkt. So bekommt es genug Energie, kann die fettlöslichen Vitamine besser aufnehmen und erhält genügend essenzielle Fettsäuren.
Führe höchstens zwei neue Nahrungsmittel pro Woche ein, und vermeide Mehrkornbreie: So kannst du besser feststellen, welche Nahrungsmittel deinem Baby bekommen und auf welche es zum Beispiel allergisch reagiert.


Getreideprodukte sollten nur wärmebehandelt, das heißt aufgeschlossen, gegeben werden, da dein Baby sie sonst kaum verdauen kann. Von Frischkornbreien ist abzuraten, weil sie sehr schwer zu verdauen sind.
Es hat sich bewährt, mit Reis, Hirse oder Mais in Grieß- oder Flockenform als erstem Getreide anzufangen, da sie leicht verdaulich sind. Danach können Dinkel, Hafer, Grünkern, Buchweizen, Weizen, Gerste und im zweiten Lebensjahr Roggen (schwer verdaulich) gegeben werden.
Breie werden traditionell mit Milch angerührt. Die Eisenaufnahme wird aber gefördert, wenn stattdessen Wasser oder Kräutertee benutzt und dann ein Vitamin-C-haltiges Nahrungsmittel wie Obst- oder Gemüsepüree dazugegeben wird.
Möchte das Kind keinen Getreidebrei essen, kannst du ihm auch fein gemahlenes Vollkornbrot ohne Rinde mit Aufstrich aus weißem Mandelmus, Tahin, Obstmus, Butter, salzarmen Käse oder magerer Wurst, in ganz kleine Stücke geschnitten, geben. Auch ungesalzene Reis-, Mais- und Hirsewaffeln sind bei vielen Babys beliebt.
Am Ende des ersten Lebensjahres sollte dein Kind allmählich mit der Familienkost vertraut gemacht werden. Dafür nimmst du vor dem Würzen eine kleine Portion der Mahlzeit für dein Baby beiseite und zerkleinerst diese so weit wie nötig.

VORSICHT!

Brotkanten und Ähnliches zum Beißen und Kauen solltest du deinem Baby nur unter Aufsicht geben, damit es sich an eventuell abbrechenden Stücken nicht verschlucken kann!

Zum Trinken kannst du deinem Baby abgekochtes Wasser pder Tee anbieten. Vitamine und Mineralstoffe sind in Muttermilch und Beikost ausreichend vorhanden. Außerdem ist das Trinkenlernen mit Wasser nicht so klebrig und fleckenreich, wie mit Säften.

Gianna

Über den Autor:

Ich "denke anders" bzw. stelle auch mal etwas in Frage - ich verbringe ein Leben voller Wunder!!  Mac-iPhone-Nerd-Freak-Lieb-Frech √

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