12. November 2009 – 08:02. 1,087 views. | 6 Kommentare

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Welcher Stilltyp ist mein Baby?

Verfasst von Gianna am 7. Januar 2010 – 21:29. 165 views. Kein Kommentar
StillenManche Babys trinken zielstrebig an der Brust, andere brauchen ihre Pausen. Wenn Mütter ihre Kleinen stillen, lernen sie auch deren Charakter kennen. Am Anfang ist alles neu. Du lernst dein Baby kennen und willst beim Stillen alles richtig machen. Und dann hat jedes Kind auch noch so seine Eigenheiten. Der eine kann es kaum abwarten und schluckt beim Saugen fast die Brustwarze mit, der andere döst dafür bei jeder Stillmahlzeit ein.
Jedes Baby hat unterschiedliche Bedürfnisse und Trinkvorlieben, sagt die Hebamme Alice Semmler. Hier erläutert die Expertin, welche Stilltypen es gibt - und wie Mutter und Baby ein gutes Team werden.
Der Piranha
Dieses Baby ist von Natur aus temperamentvoll und kräftig. Es saugt zielstrebig los, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Das kann wehtun, vor allem dann, wenn die Mutter empfindliche Brustwarzen hat. Brechen die Zähnchen durch, beißt das Kind auch mal zu. Das kannst du tun: Bei Babys, die kräftig saugen, ist es schnell passiert: Am Anfang sind gereizte Brustwarzen oft normal. Lindernd wirkt, die Brustwarze nach dem Stillen mit Muttermilch zu benetzen und diese trocknen zu lassen. Auch Salben mit Lanolin oder AloeVera tun gut. Bei dauerhaften Schmerzen sollte eine Hebamme oder Stillberaterin die Stilltechnik überprüfen. Wenn Zähnchen durchbrechen, beißen Babys auf allem herum. Der Druck auf die Kauleiste mindert die Schmerzen. Nimm dein Baby konsequent von der Brust, dann lernt es, dass es an der Brust nicht beissen darf! Ein Beißring oder Globuli mildern die Zahnungsschmerzen. Empfehlen kann ich auch die Veilchenwurzel. Sind die ersten Zähnchen erst mal da, ist Stillen meist kein Problem mehr.
Der Nachtaktive
StillenTagsüber ist alles andere wichtig, bloß nicht das Trinken. Dafür ist das Leben viel zu aufregend und spannend. Nacht will der kleine Milchfreund dann umso häufiger an Mamas Brust, gerne auch mal im 2 Stunden-Rhythmus. Wie häufig und lange ein Baby gestillt werden möchte, ist individuell. Viele Kleine bestehen mit einem Jahr noch auf eine nächtliche Milchmahlzeit. Das kannst du tun: Möchte das Baby nachts an die Brust, um ein wenig zu nuckeln und zu kuscheln, kann man versuchen, es anderweitig zu beruhigen, zum Beispiel durch Streicheln oder Händchenhalten. Hat es allerdings wirklich Hunger, bringen solche Taktiken nichts. Auch wenn es tagsüber genug zu sich genommen hat, braucht ein Baby im ersten Lebensjahr häufig Nachschub, vor allem in den Wachstumsphasen. Denn der Magen ist noch klein und kann nur begrenzt Nahrung aufnehmen. Ist die Brust tagsüber sehr voll, sollte man versuchen, das Baby immer mal wieder ein wenig abtrinken zu lassen. Alternativ kann man etwas Milch ausstreichen oder abpumpen. Kühle Umschläge lindern die Spannung.
Der Unruhige
Beim Stillen mal schnell nebenher in die Zeitung schauen? Nicht mit diesem Baby! Denn das Kleine zappelt die ganze Zeit mit den Beinen und Armen. Wenn das Kleine dann hungrig ist, soll es schnell gehen. Es trinkt hastig, atmet zu viel Luft ein und verschluckt sich. Das kannst du tun: Am besten stillst du dein Kind bei den ersten Hungeranzeichen, etwa wenn es Saugbewegungen oder -geräusche macht, die Zunge herausstreckt oder die Lippen leckt. Weinen ist ein spätes Zeichen. Häufig lässt sich ein zappeliger Trinker besänftigen, wenn man in einem ruhigem Raum stillt oder ein Tuch über seinen Kopf legt. Auch hilfreich: Im Liegen stillen, mit einem Kissen hinter dem Kleinen. Einige Babys trinken unruhig, weil nicht sofort der Milchspendereflex ausgelöst wird. Da hilft es, etwas Milch auszustreichen. Schluckt das Baby viel Luft, tun kurze Pausen und Bäuerchen nach dem ersten Sättigen gut.
Der Zögerliche
Von der Geburt ist er noch so geschafft, dass er erstmal nur schläft - und das Trinken vergisst. Dann macht das Baby ganz vorsichtig den Mund auf, trinkt wenig und legt ausgiebige Pausen ein. Das kannst du tun: Saugen an der Brust ist anstrengend und macht müde, erst recht ein zartes Kind. Wenn ein Baby Pausen macht, braucht es die meist. Mein Tipp: Stillt man das Kleine in einer aufrechten Position, schläft es nicht so leicht ein. Hat es an einer Brust getrunken und nickt ein, kann man es aufwecken, indem man es wickelt und dann die zweite Seite anbietet. Auch eine kleine Fuß- oder Rückenmassage macht munter. Kuschle viel und leg das Baby auf die nackte Brust. Das motiviert es, zu trinken. Ein zögerliches Kind sollte man häufiger anlegen. Mit der Zeit wird es kräftiger und saugt wirkungsvoller. Öffnet das Kleine seinen Mund nicht richtig, weiß deine Hebamme bestimmt bescheid.
Der Genießer
StillenDem Kleinen macht seine Mahlzeit sichtlich Spaß. Er spielt ein wenig mit der Brustwarze und trinkt dann ganz genüsslich. Dabei lässt er sich alle Zeit der Welt und nuckelt auch noch weiter am Busen, wenn er schon längst satt ist. Das kannst du tun: Es gibt keine Regeln, wie lange eine Stillmahlzeit dauern soll. Sind Mutter und Kind zufrieden, darf das Kleine nuckeln, solange es möchte. Gerade in den ersten Tagen kann das Baby auch ruhig öfter an die Brust. Denn Stillmenge und -häufigkeit müssen sich erst einpendeln. Zwölf Mahlzeiten zu Beginn sind durchaus normal. Nuckeln kleine Genießer an der Brust, ohne zu trinken, darfst du dies aber beenden. Hat sich das Stillen nach vier bis sechs Wochen eingespielt, kannst du dem Kleinen eventuell einen Schnuller anbieten. Saugen ist ein Grundbedürfnis von Säuglingen und geht über die Nahrungsaufnahme hinaus.

Netmoms

Gianna

Über den Autor: Gianna

Ich bin 3-fache Stillmami und verbringe sehr viel Zeit mit meiner Famile. Außerdem interessiere ich mich sehr für Esotherik und "denke anders" bzw. stelle auch mal etwas in Frage. Die Arbeit an meinem StillBlog bereitet mir sehr viel Freude und ich möchte dich mit meinen Erfahrungen und auch manchmal kritischen Themen dazu einladen mit zu diskutieren.

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