Liebeserklärung an mein Stillkind

Weißt Du eigentlich, wie sehr ich es liebe, Dich zu stillen?

Das hat schon mit dem ersten Stillen im Krankenhaus angefangen, wie Du – noch ganz frisch und feucht – mir auf den Bauch gelegt wurdest und zuallererst mal nach dem Wichtigsten geforscht hast: Der Futterquelle!  ….und sie auch gleich gefunden hast! Dein genüssliches Schmatzen und Saugen (obwohl ja noch nicht viel kam) werde ich niemals vergessen!

Und dann mein heftiger Milcheinschuss, den wir gemeinsam so gut gemeistert haben: Du warst ein tapferer, kleiner Held und hast wirklich in allen möglichen und unmöglichen Lagen versucht, Herr der vielen Milch zu werden, die da plötzlich kam und tapfer alles “weich” getrunken – ob als “Stehimbiss” oder kopfüber über meine Schulter gelegt – Dich hat das nicht gestört.

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Dann Dein goldiges Schmatzen während des Trinkens – und, nicht zu vergessen, Dein Blick, wenn Du mich, nachdem der erste Hunger gestillt ist, während des Trinkens angehimmelst – *schmacht* – einfach zu schön, um es in Worte zu fassen.

Als Du älter wurdest, haben Deine Händchen Beschäftigung gesucht: du hast mit meiner Kette gespielt (ja, und meine Lieblingskette dabei zerstört, aber was ist schon eine Kette gegen so ein süßes Geschöpf, dass einfach nur glücklich ist, an Mamas Brust satt werden zu dürfen), meine “freie” Brustwarze gezwirbelt *autsch* – und ich habe jeden Moment genossen!

Ich war einfach nur stolz, zu sehen, dass alleine meine Milch Dich so gut hat wachsen und gedeihen lassen.

Nachdem die Beikost eingeführt war, konntest und wolltest Du trotzdem nicht auf´s Stillen verzichten – zum Glück! Selbst nach dem Essen musste immer noch so ein kleines Bisschen Kuscheln und “Verdauungstrunk” sein. Oder Appetizer, wenn das Essen wieder mal nicht rechtzeitig fertig wurde.

Als ich kurz nach Deinem ersten Geburtstag wieder anfing zu arbeiten und die Befürchtung hatte, dass dies das Ende unserer Stillbeziehung sein könnte, hast Du mich eines Besseren belehrt: Das Stillen wurde nun zu unserem Begrüßungsritual nach einem langen Tag (und ist es bis heute). Auch wenn Du gerade gegessen hast, zuerst wurde die Milchbar begrüßt, dann die Mama.

Ich liebe es, wenn Du im Vorbeigehen mal schnell auspackst (irgendwie haben wir für´s stillen bis heute keine Bezeichnung, die Du auch übernommen hättest – ab und zu sagst Du “mema”, manchmal “au” – für “auf machen”) – und noch goldiger finde ich es, wenn Du hinterher meinen Pulli wieder runterschiebst mit dem Kommentar: “du” (= “zu”).

Ich liebe Deine kleinen nassen Küsschen, wenn Du meine Brust morgens im Bett wachküsst, und Dein zufriedenes Grinsen, wenn Du andockst und genussvoll die Milch trinkst. Ich liebe Deine bestitzergreifenden Gesten, wenn Du “Deine” Milchbar liebevoll piekst und tätschelst. Ich liebe es, Dich zu stillen und Dir immer noch das Beste, was ich Dir geben kann, geben zu dürfen.

Ich denke, Du fühlst, wie sehr ich es liebe, Dich zu stillen.
Und ich hoffe, dass wir noch lange ein so tolles Stillteam sein werden!

Copyright by MissChippy, einer liebenden Mutter! (Vielen herzlichen Dank an dich für die Bereitstellung!!)

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