Mückenschutz in der Schwangerschaft: 6 tolle Tipps

Mückenschutz in der Schwangerschaft: 6 tolle Tipps

Mücken können einem wirklich in jeder Lebenslage den letzten Nerv rauben. Aber vor allem in der Schwangerschaft sollte man den kleinen Blutsaugern doppelt aus dem Weg gehen. Denn gerade dann ist man oft ein begehrtes Ziel! Warum das so ist und wie Du nun Dich und somit auch Dein Baby auf sanfte und schonende Weise schützen kannst, erfährst Du hier. 

Die doppelte Mücken-Gefahr in der Schwangerschaft

Eines ist klar – wirst Du gestochen, betrifft das auch Dein Baby. Mitunter wirst Du Dich natürlich nur über das altbekannte lästige Jucken ärgern – doch entschließt Du Dich jetzt noch einmal für eine Fernreise, dann ist Vorsicht geboten! Denn vor allem außerhalb unserer heimischen Gefilde können Mücken gefährliche Krankheiten übertragen. Gemeint sind damit unter anderem Malaria, das Gelbfieber und auch das Dengue-Fieber.

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Mit diesen Krankheiten ist wirklich nicht zu spaßen – das Zika-Virus beispielsweise kann spätere Missbildungen bei Deinem Kind verursachen. Du musst Dich jetzt natürlich nicht verrückt machen – zuhause ist diese Gefahr wirklich sehr gering. Doch auch hierhin hat es inzwischen eine bedenkliche Mückenart geschafft – die asiatische Tigermücke. Sie hat eine kleine Weltreise nach Europa gemacht und treibt nun auch hier ihr Unwesen. Gründe genug, um sich Gedanken über Mückenschutz zu machen.

No-Go Mückenschutz in der Schwangerschaft

Du siehst also – ein paar Vorkehrungen gegen diese Biester machen wirklich Sinn. Doch welcher Schutz ist nun für die Zeit Deiner Schwangerschaft überhaupt geeignet? Eines steht fest – diese Inhaltstoffe solltest du auf jeden Fall meiden:

  • DEET und Icaridin

Gerade DEET ist ein besonders aggressiver Wirkstoff gegen Mücken, der auch in den allermeisten Mückenmitteln enthalten ist. Er ist zwar ohne Frage effizient – doch aufgrund seiner starken chemischen Eigenschaften gilt er vor allem im ersten Trimester der Schwangerschaft als unsicher. Hautempfindliche Menschen haben dabei nicht selten mit allergischen Reaktionen oder Unverträglichkeiten zu kämpfen.

Sein kleiner, besser verträglicher Bruder, das Icaridin ist ebenfalls bedenklich. Zwar ist dieser Wirkstoff nicht ganz so aggressiv, in der Schwangerschaft wird aber trotzdem davon abgeraten. Über die Plazenta können diese Inhaltsstoffe nämlich direkt an das Baby gelangen. Die zwei gängigsten Wirkstoffe fallen also schon mal weg. Also, wie kannst Du euch dann schützen?

6 tolle sanfte Mückenschutz-Tipps

Zeit für einen kleinen Exkurs in die schonendsten Schutz-Tipps für Dein Baby und Dich! Reist Du nicht gerade nach Brasilien, oder Süd- und Mittelamerika wo das Zika-Virus besonders verbreitet ist, dann solltest Du Deine Reise mit ausreichender Vorbereitung auch trotz Mücken genießen können. Und so gehst Du es am besten an:

Tipp 1: Schonende Mückensprays verwenden

Es gibt tatsächlich Mückensprays, die speziell für die Anwendung in der Schwangerschaft entwickelt wurden. Davon gibt es einige und wir wollen Dir hier nicht ein bestimmtes auf die Nase drücken. Beispiele wären beispielsweise Ballistol, oder auch das Zedan Insektenschutzmittel – beide gelten als problemlos in der Schwangerschaft. Enthaltene Wirkstoffe hier sind etwa Zitroneneukalyptus, Geraniol und ätherische Öle.

Tipp 2: DEET und Icaridin nur im Notfall

Hast Du trotzdem kein gutes Gefühl in den Tropen, und willst DEET-, oder Icaridin-haltige Mittel verwenden, dann beachte, dass es nur wenige handfeste Studien zur Wirkung von DEET in der Schwangerschaft gibt. Daher bleibt die Nutzung davon in jedem Fall ein Risiko. Laut Erfahrungsberichten erfolgt die gelegentliche Nutzung oft auch ohne negative Konsequenzen.

Dennoch solltest Du bei der Nutzung dieses Mittels immer auf der Hut sein! Dasselbe gilt auch für Icaridin. Es kann zwar laut Hersteller in der Schwangerschaft angewendet werden, doch auch dazu gibt es erst sehr wenige Studien.
Musst du dennoch einmal darauf zurückgreifen, beachte folgende Hinweise:

  • Nur in geringen Mengen nutzen
  • Nicht großflächig auftragen
  • So selten wie möglich
  • Nicht mehr als 20% Konzentration – besser weniger
  • Nicht auf Wunden oder Sonnenbrand auftragen
  • Den Bauch aussparen
  • Erst 15 Minuten nach der Sonnencreme auftragen

Reise aber am besten gar nicht erst in Gebiete, in denen Du diese Wirkstoffe brauchst!

Tipp 3: Moskitonetze oder Mückenschutz-Gitter

Mückenschutz-Gitter und Moskitonetze sind immer eine gute Lösung. Ob daheim oder als Reisevariante – sicher montiert, kannst Du Dich damit wirklich gut vor Mücken abschirmen! Nimm Dir immer genügend Schnüre und Nägel mit, dann kannst Du Netze quasi überall montieren. Sieh Dir zur Sicherheit vorher auch Fotos Deines Hotelzimmers an oder wähle es extra nach diesen Kriterien. Oft sind Moskitonetze schon integriert.

Zusatztipp: Sorg auch für einen Ventilator in Innenräumen – Mücken meiden zirkulierende Luft – und damit auch Dich und Dein Baby!

Tipp 4: Sanfte ätherische Öle und andere Hausmittel

Mit natürlichen Mitteln musst Du keine Nebenwirkungen fürchten. Klarerweise sind sie nie so wirkungsvoll wie Chemiekeulen, dafür aber auch verträglicher für Dich und Dein Baby. Bewährt haben sich ätherische Öle wie Citronella, Eukalyptusöl, Lavendel und Minzöl. Immer mit Wasser verdünnen, vor allem auch bei Hautkontakt. Ansonsten gibt es für daheim auch verlässliche Hausmittel, die Mücken meiden wie die Pest. Tomaten oder Katzenminze etwa funktionieren immer gut. Auch ein Tipp: kein stehendes Wasser!

Tipp 5: Spezielle Anti-Mücken-Kleidung

Die beste Kleidung für Dich sind helle, lange und weite Klamotten. Am besten ist der Stoff dicht gewebt, damit die Biester nicht durchkommen. Am unkompliziertesten sind daher entweder Kleidungssprays, mit denen Du Deine Kleidung imprägnierst oder spezielle Anti-Moskito Kleidung. Sie besteht aus einer Faser, die Mücken fernhält!

Tipp 6: Weitere Erfahrungstipps

Aus Erfahrung können wir Dir sagen, dass gerade nächtliche Aufenthalte im Freien gefährlich werden können. Die Anopholes-Mücke, welche auch Malaria überträgt, ist besonders in der Dämmerung und den frühen Morgenstunden auf Blutsuche. Was die Aedes-Mücke, Überträger des Dengue-Fieber angeht, so bist Du besonders untertags für Stiche gefährdet.
Im Prinzip sollest Du Dich auf solchen Fernreisen also rund um die Uhr um einen Mückenschutz kümmern!

Fazit

Um Dich und Dein ungeborenes Kind vor gefährlichen Mückenstichen zu schützen, musst du gerade auf Reisen schwerere Geschütze auffahren. Besorg dir einen schonenden Mückenschutz, am besten ohne DEET oder Icaridinähnliche Wirkstoffe. Versuch es lieber mit natürlichen ätherischen Ölen und Hausmitteln. Nimm Dir auf jeden Fall ein Moskitonetz, sowie spezielle Mückenkleidung mit. Mach Dich nicht verrückt, aber pass in Deiner Schwangerschaft lieber doppelt so gut auf Dich auf!


Gastautor:
Gerald Bacher informiert auf seiner Seite Moskitofrei.com über verschiedenste Themen rund um Mückenschutz. Seine Erfahrungen darüber konnte er unter anderem auf seinen zahlreichen Reisen durch Asien und Südamerika sammeln.

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