Schwangerschaftsvorsorge: Welche Untersuchungen stehen an?

Schwangerschaftsvorsorge: Welche Untersuchungen stehen an?

Ultraschall, Bluttest, CTG – während der Schwangerschaft kommen auf Frauen einige Arztbesuche und Untersuchungen zu. Und das ist auch gut so, stehen im Fokus der Schwangerschaftsvorsorge doch das Wohlergehen von Mutter und Kind. Was Dich alles erwartet, erfährst Du hier.

Endlich schwanger! Der erste Arztbesuch steht an

Viele Frauen vermuten bereits vor der Bestätigung durch einen Frauenarzt, dass sie schwanger sind: die Periode bleibt aus, die Brüste spannen oder morgendliche Übelkeit tritt auf. Der erste Verdacht ist durch einen Schwangerschaftstest oftmals schnell bestätigt – viele Tests können bereits einige Tage vor dem erwarteten Eintritt der Monatsblutung ein aussagekräftiges Ergebnis liefern.

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Ein Termin beim Frauenarzt empfiehlt sich, sofern ansonsten keine Beschwerden vorliegen, etwa ab der 5. Schwangerschaftswoche (SSW). Bei dieser Erstuntersuchung bestätigt der Arzt in der Regel mittels Ultraschall die Schwangerschaft. Neben einer körperlichen Untersuchung, wird der Arzt zudem ein ausführliches Gespräch rund um das allgemeine Befinden sowie vergangene oder akute Krankheiten führen. Weiterhin wird er Dich ganz allgemein über schwangerschaftsrelevante Themen wie Ernährung, Sport und Impfungen aufklären.

Vorsorge statt Nachsorge: Einmal im Monat zum Arzt

Nach der Erstuntersuchung folgen zunächst im Abstand von vier Wochen weitere Vorsorgeuntersuchungen, die dann ab der 32. SSW vierzehntägig stattfinden. Dadurch ergeben sich etwa zehn bis zwölf Termine, bei denen jeweils folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Messung des Gewichts
  • Messung des Blutdrucks
  • Untersuchung des Urins auf Eiweiß- und Zuckergehalt
  • Fundusstand (Abstand zwischen Schambein und oberem Rand der Gebärmutter) mittels Abtasten
  • Kontrolle der Herztöne des Kindes
  • Feststellung der Lage des Kindes

Bei einigen Untersuchungen wird zudem der Hämoglobin-Wert (Hb) mittels Bluttest überprüft, um zu sehen, ob genügend roter Farbstoff (Hämoglobin) in den Blutkörperchen vorhanden ist. Das ist wichtig für die Versorgung mit Sauerstoff.

Etwa ab der 28. SSW wird zudem ein CTG (Kardiotokogramm) durchgeführt, das auch als Wehenschreiber bekannt ist – ab der 37. Woche findet diese Vorsorgeuntersuchung wöchentlich statt. Dabei misst ein Gurt, der um den Bauch gebunden wird, mithilfe zweier Sensoren einerseits die Herztöne des Kindes (Kardiogramm) und andererseits die Wehen der Schwangeren (Tokogramm). Die Untersuchung dauert etwa 30 Minuten.

Die Untersuchungsbefunde werden anschließend im Mutterpass festgehalten. Dabei handelt es sich um ein mehrseitiges Heftchen, das Dir in der Regel bei der ersten Schwangerschaftsvorsorge übergeben wird. Von da an solltest Du den Mutterpass immer bei Dir tragen, denn hier stehen nicht nur die Befunde der Vorsorgeuntersuchung drin, sondern auch andere wichtige Informationen wie der Verlauf der Schwangerschaft oder die Kontaktdaten von Frauenarzt und/oder Hebamme.

Die Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaftsvorsorge

Im Rahmen der Vorsorge sind drei große Ultraschalluntersuchungen (Ultraschall-Screenings) vorgesehen, jeweils im dritten, sechsten und achten Schwangerschaftsmonat. 

Im Vorfeld der ersten Ultraschalluntersuchung steht die Aufklärung über die Untersuchung an. Das heißt, Du wirst darüber aufgeklärt, welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind. Auf dieser Grundlage kannst Du dann entscheiden, ob und welche Ultraschalluntersuchungen Du wahrnehmen möchtest.

Sowohl im ersten als auch dritten Schwangerschaftsdrittel steht eine Basis-Ultraschalluntersuchung an, im zweiten kannst Du eine erweiterte Untersuchung in Anspruch nehmen.

  • Basis-Ultraschalluntersuchung: Im Rahmen des Screenings lassen sich die Größe von Kopf, Bauch und die Länge des Oberschenkelknochens des Kindes messen. Darüber hinaus beurteilt der Arzt die Lage der Plazenta (Mutterkuchen) und die Menge des Fruchtwassers.
  • Erweiterte Ultraschalluntersuchung (Organscreening): Zusätzlich zum Basis-Screening werden hier verschiedene Körperteile genauer untersucht, so zum Beispiel das Gehirn und der Rücken sowie die inneren Organe.

Auf diese Weise können Fehlentwicklungen und Auffälligkeiten früh erkannt und entsprechend weitere Untersuchungen durchgeführt werden.  

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