Schwangerschaftspiercing – So funktioniert es!

Schwangerschaftspiercing – So funktioniert es!

Bauchnabelpiercings sind für viele Frauen ein unabdingbarer Bestandteil ihres Körperschmucks und ohne Frage übt der Schmuck an dieser Stelle seinen ganz besonderen Reiz aus. Aber das Bauchnabelpiercing befindet sich an einer kritischen Stelle, denn bei einer Schwangerschaft dehnt sich mit dem größer werdenden Fötus die Bauchdecke und mit ihr die meist oberhalb des Nabels befindlichen Piercing-Löcher.

 

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In der Regel besteht moderner Piercingschmuck heute aus hochwertigem, nickelfreiem Edelstahl, beispielsweise sogenanntem Chirurgenstahl. Der Vorteil dieses Materials ist natürlich seine Hautverträglichkeit und die sehr glatte Oberfläche, die Verunreinigungen und damit mögliche Infektionen verhindert. Allerdings ist Stahl nicht flexibel und kann sich bei einer Schwangerschaft nicht mit der Bauchdecke ausdehnen.

Was passiert, wenn das herkömmliche Nabelpiercing in der Schwangerschaft beibehalten wird?

Zum einen wird es unweigerlich ab einem bestimmten Zeitpunkt zum Einreißen der Haut an der Stelle kommen, an der sich das Piercing befindet. Immerhin dehnt sich die Bauchhaut während der Neun Monate Schwangerschaft um etwa 20 bis 30 cm. Ein starres Metallteil wie das Bauchnabelpiercing wird dabei irgendwann durch die Überdehnung der Haut diese zum Einreißen bringen und, wenn der Stichkanal dies zulässt, in den Löchern verschwinden, was im Endeffekt eine operative Entfernung des Piercings bedeuten würde. Dies ist aber nicht das einzige Problem eines Bauchnabelpiercings während der Schwangerschaft.

 

Frauen in der Schwangerschaft durchwandern eine mehrstufige hormonelle Veränderung, wobei es vorkommen kann, das vorher nicht beobachtete Unverträglichkeiten auftreten, beispielsweise gegen ein Piercing aus Metall. Auch der oder die Fachärztin wird spätestens bei der ersten Ultraschalluntersuchung darauf bestehen, dass das Piercing entfernt wird, da es hinderlich für die Schalluntersuchung ist.

Was ist ein Schwangerschaftspiercing?

Bei einem Schwangerschaftspiercing handelt es sich um Piercingschmuck, der ein verlängertes und gleichzeitig flexibles Zwischenstäbchen besitzt, das sich an den aktuellen Bauchumfang der Schwangeren anpassen lässt. Das Schwangerschaftspiercing wird üblicherweise aus PTFE gefertigt. Manchmal ist auch die Abkürzung PTFT oder PFTF zu lesen, die zwar dasselbe Material meint, jedoch nicht die korrekte Bezeichnung ist. PTFE ist vielen Menschen unter einem sehr bekannten Markennamen geläufig.

 

Teflon, die Antihaftbeschichtung in Pfannen und Töpfen, ist ebenso PTFE wie das Schwangerschaftspiercing. Das Material besitzt den großen Vorteil der Flexibilität und absoluten Neutralität in Bezug auf Allergien oder Unverträglichkeiten. Zudem ist die Oberfläche von PTFE oder Teflon so glatt, das sich keine Anhaftungen bilden können. Aktuelle Schwangerschaftspiercings gibt es bei www.piercingline.com.

Wann sollte ein Schwangerschaftspiercing verwendet werden?

Im Allgemeinen raten Frauenärzte dazu, das Schwangerschaftspiercing statt des normalen Piercings etwa ab dem 4. Monat einzusetzen. Natürlich muss auch das Schwangerschaftspiercing während einer Ultraschalluntersuchung abgenommen werden. Eine Alternative wäre zudem ein Klebepiercing. Auch wer als Frau vollständig auf das Piercing während der Schwangerschaft verzichtet, sollte die Bauchhaut regelmäßig eincremen, denn die Piercinglöcher können auch ohne Piercing einreißen.

 

Die Furcht, dass die Piercinglöcher während der neunmonatigen Schwangerschaft ohne Nutzung des Schwangerschaftspiercings wieder vollständig zuwachsen, ist überwiegend unbegründet. Eine Einengung des Kanals zwischen den beiden Löchern ist möglich, dieser kann aber problemlos wieder gedehnt werden.

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