Die Symptome von KiSS

Da uns die Problematik von KiSS selbst betrifft, habe ich mir zum Ziel gemacht, euch mal die Symptome aufzulisten. Einen Erfahrungsbericht, wie’s uns noch vor ein paar Monaten mit der KiSS Problematik ging, werde ich danach einstellen.

Das KiSS Syndrom tritt häufig bei Säuglingen und Kleinkindern auf. Es wird durch Blockierungen der Wirbelsäule während und nach der Geburt verursacht. Sie können, wie wohl bei uns, bereits im Mutterleib entstehen. Mein Sohn lag bereits ab der 24. Schwangerschaftswoche mit dem Köpfchen im Becken, was die Ursache vermuten lässt.

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Die (möglichen) Ursachen für KiSS:

  • Lang andauernde Geburt.
  • Zu hohes Geburtsgewicht.
  • Mehrlingsgeburt.
  • Risikogeburt (zum Beispiel abnorme Kindslagen wie Steißlage).
  • Vakuumentbindung (Saugglocke, Zangengeburt).
  • Sturzgeburt.
  • Frühgeburt.
  • Kaiserschnitt: Da die Hände des Operateurs und der Kopf des Kindes durch eine wesentlich kleinere Öffnung hindurch müssen als bei geöffnetem Muttermund, läßt es sich nicht immer vermeiden, daß vermehrter Zug am kindlichen Kopf ausgeübt wird. Durch Kaiserschnitt geborene Kinder haben wesentlich häufiger Hirnschäden und Halswirbel-Probleme.

Es gibt 2 Hauptarten von KiSS, die sich im folgenden unterscheiden:

KiSS I: Rumpf-Fehlhaltung nach einer Seite
KiSS II: Überstreckung des Kopfes nach hinten

Meistens handelt es sich aber um sogenannte Mischformen.

Symptome von KiSS:

  • Schiefhals
  • Einseitige Einschränkung der Kopfbeweglichkeit: Dadurch kann es auch zu einseitigen Stillschwierigkeiten kommen, weil die andere Seite verweigert wird.
  • Halbseitige Gesichtsverkleinerung: Sie ist oft durch das Aussehen der Augen und einseitige Bindehautreizung zu erkennen.
  • Hüftsymptome: Die Hüftbeweglichkeit ist eingeschränkt. Manchmal scheint ein Bein kürzer zu sein.
  • Einseitige Einschränkung der Beweglichkeit: Das Kind hat Schwierigkeiten, sich aufzustützen.
  • Der Versuch den Kopf zu beugen, führt zu einer verstärkten Streckung.
  • Das Kind liegt im Hohlkreuz auf dem Rücken.
  • Die Bauchlage wird verweigert.
  • Störungen der Mund- und Schlundmuskulatur führen zu vermehrten Sabbern, Spucken und zu Sprachstörungen, gestörter Nahrungsaufnahme, Saug- und Trinkschwäche sowie häufigem Erbrechen.
  • Die Sprachentwicklung ist gehemmt.
  • Als Dreimonatskolikenbezeichnet man wiederkehrende Schmerzattacken mit stundenlangem Schreien. Sie sind kein Zeichen für Eingewöhnungs- oder andere Schwierigkeiten der Kinder, wie oft fälschlich behauptet wird.
  • Schreiattacken.
  • Nacken- und Hinterkopfempfindlichkeit: Das Kind scheut die Berührung; sie wird durch Weinen abgelehnt.

Die Behandlung:

Die Behandlung ist von Kind zu Kind verschieden. Am besten man sucht sich einen “KiSS-Spezialisten” oder erstmal einen Osteopathen. Denn KiSS sollte auf jeden Fall behandelt werden. Die Behandlungsintervalle sollten nicht zu kurz gewählt werden. Eine Kontrolle nach etwa zwei Wochen ist empfehlenswert. Inzwischen kann sich das Kind an die neuen Bewegungsmöglichkeiten gewöhnen. Dann können auch noch eventuell vorhandene Blockierungen gelöst und über weitere Maßnahmen (zum Beispiel Krankengymnastik) entschieden werden.

Weitere Infos: kiss-kid

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