Was tun, wenn mein Baby Verstopfung hat?

Was tun, wenn mein Baby Verstopfung hat?

Verstopfung ist für Babys genauso unangenehm wie für die Erwachsenen. Bei Babys ist sie jedoch nicht leicht zu erkennen und kann aus verschiedenen Gründen vorkommen.

Ab wann spricht man von einer Verstopfung bei Babys?

Wenn das Baby ein paar Tage kein Stuhl hat, ist das noch kein eindeutiges Zeichen einer Verstopfung. Es müssen verschiedene Sachen betrachtet werden, damit eine Verstopfung festgestellt werden kann. Ernährungsverhalten und das Alter des Kindes spielt eine wichtige Rolle.

-Anzeige-

Babys, die gestillt werden, neigen weniger zu Verstopfungen, da Muttermilch leicht verdaulich ist. Es ist absolut normal, wenn die Säuglinge einmal in zwei Wochen oder fünfmal pro Tag Stuhlgang haben.

Anders ist der Fall, bei Babys, die mit Flaschennahrung oder fester Nahrung gefüttert werden. Das Baby kann unterschiedlich auf die Zutaten der Flaschennahrung reagieren. Das ist aber auch von Kind zu Kind unterschiedlich.

Auch die falsche Zubereitung der Flaschenmilch kann eine Ursache der Verstopfung sein. Milchnahrung sollte nicht mit kalkhaltigem Wasser gemacht werden. Auf die richtige Dosierung der Zutaten bei der Zubereitung ist gleichfalls zu achten. Zu viel Milchpulver kann dein Baby dehydrieren, welches ein weiteres Grund der Verstopfung ist.

Zu eng angelegte Windeln, Wunden am Po oder Verletzungen im Anus können auch eine Verstopfung bei Säuglingen hervorrufen.

Was sind die Anzeichen einer Verstopfung?

Wenn der Stuhl hart, trocken und kugelförmig ist oder das Baby sich beim Stuhlgang sehr anstrengt, dann kann eine Verstopfung vorliegen. Weiters treten oft auch Bauchschmerzen oder ein schmerzhafter Stuhlgang bei Verstopfungen auf. Andere Symptome der Verdauungsprobleme können auch ein harter Bauch, Blähungen oder faul riechende Windelinhalte sein.

Auf das Essverhalten von Babys sollte ebenso geachtet werden, ob die Nahrungsumstellung oder der Umstieg auf feste Nahrung eine Verstopfung verursachen. Appetitlosigkeit kann ein weiteres Zeichen von Verstopfung sein.

Ab wann sollte man zum Arzt?

Wenn die Verstopfung mehrere Tage dauert oder dein Kind stärkere Schmerzen hat, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Ferner kannst du auch dein Baby zum Arzt bringen, falls du dir unsicher bist ob dein Kind eine Verstopfung hat. Ein Kinderarzt kann dein Baby genauer untersuchen und entnimmt dann eine Stuhlprobe. Wird eine Verstopfung festgestellt, dann kann er entsprechende Mittel verschreiben. Meistens werden sie in Form von Zäpfchen verabreicht. Auf keinen Fall solltest du deinem Baby gängige Abführmittel geben!

Tipps und Mittel gegen eine Verstopfung bei Babys:

Wenn dein Kind die Muttermilch gut verträgt, dann solltest du es auf jeden Fall stillen. Muttermilch ist leicht verdaulich und hilft bei der Entwicklung deines Kindes. Wenn du unterwegs bist und nicht stillen kannst, dann kannst du dir auch eine Handmilchpumpe besorgen und die Muttermilch schon Zuhause in der Flasche füllen. So hast du immer Milch für dein Baby bereit.

Für den Fall, dass du dein Baby mit Flaschenmilch ernährst, dann achte unbedingt auf die richtige Dosierung. Auf keinen Fall solltest du Milch mit kalkhaltigem Wasser zubereiten. Babys sind sehr sensibel und können auf bestimmte Zutaten empfindlich reagieren. Eventuell kann auch eine Umstellung der Marke bei Flaschenmilch gegen einer Verstopfung helfen.

Ausreichende Flüssigkeit im Körper ist sowohl für Erwachsenen als auch für Babys ein Muss. Gib deinem Kind immer wieder Wasser zum Trinken, sei es zwischen den Mahlzeiten oder über den Tag verteilt. Auch ungesüßter Tee oder verdünnte Säfte können helfen, den Darminhalt zu lockern.

Ebenso sollten die Mahlzeiten über den Tag verteilt sein. Bekommt dein Baby schon Brei, dann hilft es ein bisschen Keimöl, Kleie oder Leinsamen hinzuzugeben.

Weiters sollte die Nahrung viel Ballaststoffe enthalten, welche reichlich in Erdbeeren, Himbeeren, Pflaumen, Zwetschgen, Birnen, Trauben, Blaubeeren, Pfirsich, etc. enthalten sind. Diese kannst du deinem Kind püriert oder kleingehackt zum Essen geben. Zugleich sollte dein Kind genug zum Essen bekommen, denn wenig Nahrung ist oft einer der Gründe der Verstopfung.

Ganz wichtig ist es, dass dein Kind sich mehr bewegt. Krabbelt oder geht dein Kind noch nicht, dann kannst du dein Kind auf dem Rücken legen und mit seinen Beinen Fahrrad fahren. Das empfehlen auch die Ärzte, denn das regt die Verdauung richtig an.

Ein warmes Bad und eine sanfte Massage kann deinem Baby bei einer Verstopfung guttun. Ebenso helfen diese, den Bauch zu entkrampfen und wirken schmerzlindernd. Die Bauchmassage solltest du in kreisenden Bewegungen geben. Bei Blähungen, Verstopfung oder Bauchschmerzen eignen sich Olivenöl, Kümmelöl oder Bäuchleinöl gut für die Bauchmassage.

Zusammenfassung:

Anzeichen/Symptome einer Verstopfung:

  • Harter, trockener, kugelförmiger Stuhl
  • Bauchschmerzen
  • Anstrengung oder Weinen vor dem Stuhlgang
  • Ein harter Bauch
  • Blähungen oder übelriechender Windelinhalt
  • Appetitlosigkeit

Vorbeugung oder Tipps gegen Verstopfung:

  • Ausreichend Flüssigkeit: Wasser oder ungesüßter Tee
  • Viel Bewegung
  • Milchnahrung mit prebiologischen Ballaststoffen
  • Umstellung der Milchnahrung auf eine andere Marke
  • Mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt
  • Ausgewogene Ernährung (mit viel Ballaststoffen)
  • Richtige Dosierung bei der Zubereitung der Flaschenmilch
  • Warmes Bad
  • Leichte Bauchmassage

Weiterführende Quellen:
http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/stillen-muttermilch-a-906487.html
https://www.babycenter.de/a33442/das-richtige-öl-für-die-baby-massage

-Anzeige-

One thought on “Was tun, wenn mein Baby Verstopfung hat?

Kommentar verfassen