Brauchen Kinder wirklich Mittagsschlaf ?

Manche Rituale der Kindererziehung werden von Generation zu Generation weitergereicht. Zum Beispiel das Vorlesen gruseliger Märchen, die Albträume noch im Erwachsenenalter hervorrufen; das Verabreichen von Spinat, was lebenslange Ess-Störungen nach sich ziehen kann; das Singen absurder Lieder (Hänschen klein), das zu Abneigung gegenüber jeglicher Musik führen kann. Und der Mittagsschlaf. Der kann nicht nur Schlafstörungen zur Folge haben, sondern auch das Lernvermögen von Kindern beeinträchtigen, wie gleich drei neue Studien aus den USA und Japan belegen.

In zwei amerikanischen Tests mit Vergleichsgruppen kam heraus: Kinder, die mittags ins Bett mussten,
– konnten abends schwer einschlafen
– hatten einen unruhigen Nachtschlaf
– kamen morgens schwer in Gang, waren launisch und mürrisch
– waren in der Schule unkonzentriert.
Eine japanische Studie zeigte überdies, dass diese Effekte auch in späteren Jahren, wenn die Kinder nicht mehr Mittagsschlaf hielten, andauerten, da der Schlafzyklus durch den Schlummer am Tag offenbar nachhaltig verändert wurde. Grund dafür ist, so vermuten die Wissenschaftler, dass der Mittagschlaf den Nachtschlaf nicht ersetzen kann, auch wenn die geschlafene Zeit die gleiche ist.
Der beste Schlaf ist der spontane, egal wann und wo. Schlaf nach Vorschrift hingegen kann langfristig schädlich sein.

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