Leonie’s Geburt

Rike / pixelio.de

Sonntag

Abend: Einchecken ins Krankenhaus, CTG + Einlauf (bäh)

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Montag

7:30 Uhr Thrombose-Strümpfe und OP-Kittel an

7:45 Uhr 1 Stunde Wehentropf um Kind auf Geburt vorzubereiten

8:30 Uhr mein Mann kommt dazu, Katheder wird gelegt (aua aua aua)

8:45 Uhr

9:20 Uhr werde in OP geschoben der noch leer ist. 8 Leute fangen
an um mich herum den OP aufzubauen, Kleber für EKG
werden an mich gemacht, Rücken wird 10 Minuten für
Spinalanästhesie desinfiziert, unendliche Aufregung da ich
beim letzten Kaiserschnitt fast nix mitbekommen habe. Und
wenn so viele Leute um einen rum mit Schläuchen, Spritzen
und Werkzeug hantieren wird einem schon mulmig. Habe
das Team gebeten alles hinzulegen und einfach aufzuhören,
ich hatte keine Lust mehr, war mir alles zu viel und zu
aufregend. Hat nix geholfen, die haben einfach weiter gemacht.
Passiert wohl öfter das Frauen nicht mehr aufgeschnitten
werden wollen 🙂 Dann wird die Spritze ins Rückenmark gesetzt
was ehrlich gesagt kein bisschen schlimm im Gegensatz zum
Katheder war ! Langsam werden meine Beine und Becken warm
und ich spüre rein gar nix mehr unten rum. Werde zum Test
in Bauch gepiekst (blauer Fleck ist heute noch da!) und merke
rein gar nix mehr. Dann kommen meine Ärzte rein und begrüßen
mich. In der Zwischenzeit hat der Anästhesist meinen Herzschlag
reguliert und mich etwas balla balla in der Birne werden lassen
(wahrscheinlich das ich endlich meine Klappe halte). Zerdrücke
jemandem die Hand als sich zwei Leute auf meinen Brustkorb
legen und das Kind aus mir rausschieben

9:26 Uhr erster Schrei von Leonie und die Oberärztin meint: da ist er ja!
Ich bin geschockt und meine: WAS? ein Junge? Ärztin lacht
und meint: Nein war nur ein Witz, ist schon ein Mädchen 🙂
Da wird mir unsere Leonie schon gezeigt und ich darf sie ein
zwei Minuten begrüßen. Natürlich ist sie mit Feli das schönste
Baby der Welt das gerade auf die Welt gekommen ist. Diesmal
hab ich nicht geweint aber mich unendlich gefreut.

9:30 Uhr

10: 15 Uhr werde wieder zusammen genäht und alles wird an seinen Platz
geschoben was man leider ziemlich merkt als Druck und starkes
ruckeln. Zwischen drin wird mir drei mal speiübel, bekomme aber
gleich das passende gespritzt um mich nicht zu übergeben. Zudem
4 mal Herzrasen was bei Nachfragen aber der normale Puls sein
soll da ich zwischendrin öfter gedroht habe wegzukippen. Frage
mich seitdem mit was für einem seltsamen Puls / Herzschlag ich
sonst rum laufe?!

10:30 Uhr werde wieder in den Kreissaal gebracht wo mein Mann mit Leonie
schon wartet und ihr die erste Mahlzeit verabreicht. Fühle mich dank
Narkose wieder recht fit und merke zum Glück noch nix von Schmerzen.
Nach 2 Stunden werden wir dann aufs Zimmer verlegt und ich esse
erst mal ordentlich was.

Daten

Geburtsdatum: 27.09.2010
Gewicht: 3090 Gramm
Größe: 50cm

Am Nachmittag kam dann meine Familie mit Feli um das Baby zu begrüßen
und ich bin einfach nur glücklich das alles gut gegangen ist und Leonie
wohlauf ist.

Alles in allem geht es mir jetzt 1 Woche später schon besser aber eines
muss ich sagen: die Nachwehen und Rückbildung der Gebärmutter bei
dem zweiten Kind sind höllisch und ohne Schmerztabletten nicht auszuhalten.
Zudem empfiehlt sich für Memmen ein Zwei-Bett-Zimmer zu buchen wenn
man nicht ständig verlegt und verfrachtet werden möchte.

Empfehlen kann ich auch diesmal das Klinikum Fürth in Sachen Ärzte und
Schwestern und Hebammen. Man wird bestens versorgt, ebenso das Kind
und einen Schlafsack gibts beim Aus-Checken fürs Baby auch noch dazu.

Vielen Dank für diesen Geburtsbericht. Die Mama möchte anonym bleiben.

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