Schwangerschaft – die ersten drei Monate

Eine Schwangerschaft ist ein prägender, natürlicher und schöner Abschnitt im Leben einer Frau und hat Auswirkungen auf viele Ebenen des körperlich-seelischen Daseins. Schwanger zu sein bedeutet, den eigenen Körper vorübergehend dem Ungeborenen zur Verfügung zu stellen. Der ganze Körper muss sich darauf einstellen, auch noch ein anderes Leben zu versorgen und zu ernähren.

Die “anderen Umstände” haben mehr oder weniger ausgeprägte Folgen für das Leben der Schwangeren. Ihr körperliches Wohlsein, ihr Lebensrhythmus und ihr seelisches Befinden ändern sich, ohne dass sie einen Einfluss darauf hat.

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Die erste körperliche Veränderung wird meist an den Brüsten sichtbar: Die Warzenvorhof der Brustwarze wird dunkler. Diese Veränderung tritt schon sehr frühzeitig auf und gilt häufig als einer der ersten Hinweise auf die Schwangerschaft. Die Fettdepots in den Brüsten werden aufgefüllt und die Brüste wachsen. Für die optimale Versorgung des Fötus muss der Stoffwechsel nun mehr leisten. Deshalb werden die Körperfunktionen beschleunigt: das Herz schlägt schneller, die Atemfrequenz steigt. Gegen Ende der ersten drei Monate nimmt der Bauchumfang zu, die Gebärmutter lässt sich eventuell oberhalb des Schambeins durch die Bauchwand ertasten.

Auf diese Umstellungsvorgänge reagiert der Körper mit Symptomen, die zwar unangenehm sein können, aber ganz normal sind: mit Übelkeit und Erbrechen, ausgefallenen Essensgelüsten, einem erhöhtem Schlafbedürfnis und spannenden Brüsten.

Arzt / pixelio.de

Mit diesen Anzeichen wird einer inneren Auseinandersetzung Ausdruck verliehen, da sich zwei individuelle Wesen aufeinander zubewegen und sich gegenseitig kennen lernen müssen. Die Frau ist in dieser Zeit oft unausgeglichen, verletzbar und labil, doch leider hat ihr persönliches Umfeld in diesem Stadium der Schwangerschaft oft noch kein Verständnis für diesen Zustand. Auch dem Partner fällt es häufig schwer, sich auf diese neue Situation einzustellen, da sich alles noch im Verborgenen abspielt.

Oft sind diese so genannten Schwangerschaftsbeschwerden Ausdruck von Fragen und Ängsten über das zukünftige Leben. Die körperlichen Veränderungen schränken die Bewegungsfähigkeit mit voranschreitender Schwangerschaft ein und Unterstützung im Haushalt ist meist notwendig. Aber es müssen auch Entscheidungen gefällt werden, die nicht nur das eigene Leben betreffen. Die Zeit der Verantwortung beginnt. Im Unterleib der Frau macht sich mit dem werdenden Kind eine kreative Aktivität bemerkbar, die auch ihre anregende Wirkung auf das Nerven-Sinnes-System hat. Essensgelüste sind die Folge. Gib Ihnen ruhig nach, denn dein Kind will dich daran erinnern, dass du als Mutter noch so manches tun musst, was du früher abgelehnt hast. Gelüste können aber auch ein Zeichen sein, dass deinem Körper ein wichtiger Stoff fehlt. Mit einer einfachen Umstellung der Essgewohnheiten bekommst du das in den Griff. Bei extremem Verlangen nach Süßigkeiten sollte man sich fragen, ob nicht ein anderes Bedürfnis damit befriedigt werden will.

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