Aufbewahrung und Behandlung von Muttermilch

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Wie lange kann Muttermilch aufbewahrt werden?
Kürzlich erfolgte Forschungen weisen darauf hin, dass Muttermilch früher unbekannte Eigenschaften hat, die sie vor Verunreinigung mit Bakterien schützt. Diese Untersuchungen geben Anhaltspunkte dafür, dass gekühlte Muttermilch länger als die früher empfohlenen 24, 48 oder 72 Stunden frisch bleiben kann und dass Milch, die knapp unter Raumtemperatur gelagert wird (zum Beispiel in einer Kühltasche mit Eis), bis zu 24 Stunden frisch bleiben kann.

In einer Untersuchung gab es keine deutlichen Unterschiede im Bakteriengehalt von Milch, die zehn Stunden im Kühlschrank aufbewahrt worden war (Barger 1987). Eine andere Studie ergab, dass Milch nach acht Tagen gekühlter Lagerung (0-4°C) zum Teil einen niedrigeren Bakteriengehalt hatte, als an dem Tag, als sie abgepumpt wurde. Die Forscher folgerten daraus, dass Milch, die innerhalb von acht Tagen verwendet werden soll, besser gekühlt als eingefroren werden sollte, da die antimikrobiellen Eigenschaften der Muttermilch beim Kühlen besser bewahrt werden.

Die folgenden Richtlinien gelten für Mütter, die

  • gesunde, voll ausgetragene Babys haben,
  • die Milch für den Hausgebrauch aufbewahren (im Gegensatz zur Verwendung im Krankenhaus),
  • ihre Hände gründlich waschen vor dem Abpumpen/Ausstreichen,
  • Behälter benutzen, die in heißem Spülwasser gereinigt und dann gut ausgespült wurden.

Aufbewahrung von Muttermilch bei Raumtemperatur
Kolostrum nach voll ausgetragener Schwangerschaft (Milch, die innerhalb von sechs Tagen nach der Geburt abgepumpt wurde)

zwölf Stunden bei 27 bis 32°C
Reife Muttermilch

24 Stunden bei 15°C
zehn Stunden bei 19 bis 22°C
vier bis sechs Stunden bei 25°C
Im Kühlschrank
Reife Muttermilch

acht Tage bei 0 bis 4°C
Im Tiefkühlfach/-schrank

zwei Wochen in einem Tiefkühlabteil im Kühlschrank
drei bis vier Monate in einem Tiefkühlabteil eines Kühlschranks mit eigenständiger Kühlung
sechs Monate und länger in einem separaten Tiefkühlgerät bei konstant -19°C
Die Mutter sollte jeden Behälter mit dem Datum versehen. Auf diese Weise kann die Milch in der Reihenfolge verwendet werden, wie sie abgepumpt wurde.

Behandlung und Auftauen von Muttermilch
Manche Mütter reagieren beim Anblick ihrer abgepumpten Muttermilch mit Besorgnis, weil sie an das Aussehen von Kuhmilch gewöhnt sind. Muttermilch trennt sich in Milch und Sahne. Sie kann bläulich, gelblich oder bräunlich aussehen. Die Mutter sollte die Milch vorsichtig schütteln, um sie durchzumischen, bevor sie dem Baby gegeben wird. Es hat sich gezeigt, dass einige Nahrungsmittel oder Farbstoffe, die die Mutter zu sich genommen hat, die Farbe ihrer Milch verändern. Gefrorene Milch kann einen gelblichen Farbton annehmen, was aber nicht bedeutet, dass die Milch verdorben ist, es sei denn, sie schmeckt oder riecht schlecht.Um gefrorene Muttermilch aufzutauen, sollte die Mutter den Behälter zunächst unter fließend kaltes Wasser halten und allmählich wärmeres Wasser dazugeben, bis die Milch aufgetaut und auf Raumtemperatur erwärmt ist. Wenn mehr als ein Behälter aufgetaut wird, kann die Milch für eine Mahlzeit zusammengegossen werden.

Nachdem die Milch aufgetaut wurde, sollte sie geschüttelt werden, bevor ihre Temperatur überprüft wird. Natürlich kann die Muttermilch auch in einem heißen Wasserbad (Topf) erwärmt werden. Ein Behälter mit Milch sollte nicht direkt auf dem Herd erwärmt werden. Muttermilch sollte nicht in der Mikrowelle erwärmt werden, da wertvolle Bestandteile der Milch zerstört werden, wenn sie über 55°C erhitzt wird. Außerdem erhitzen Mikrowellenherde Flüssigkeiten ungleichmäßig. Das kann heiße Stellen in der Milch verursachen, die Verbrennungen beim Baby zur Folge haben können.Bereits einmal eingefrorene Milch, die wieder aufgetaut wurde, kann bis zu 24 Stunden lang sicher gekühlt aufbewahrt werden – aber bitte nicht wieder einfrieren!!

5 thoughts on “Aufbewahrung und Behandlung von Muttermilch

  1. ich habe erwogen, solche mumi-gefrierbeutel kaeuflich zu erwerben, dann hat man immer die richtige menge und im froster nimmt es nicht soviel platz weg.
    aber vielleicht haben die auch irgendwelche nachteile?
    ich komm mir eh schon bescheuert vor mit meiner einen flasche fuer den allerschlimmsten notfall (mutter muss tatsaechlich mal laenger ohne kind aus dem haus), dafuer haben wir aber schon 5 schnuller, den ich nun garnicht geben will. irgendwas laeuft falsch.

  2. ich find diese gefrierbeutel auch toll… kosten halt immer bissi was… und ja, ich finde auch, die sind recht platzsparend… ist wohl ein vorteil. nachteile? hm… keine ahnung, ich muss ehrlich gestehen, dass ich nie größere mengen abgepumpt und eingefroren hab … hihi… wir hatten für arian auch ne flasche… aber die liegt nun unbenutzt im karton… und der steht im keller *lol*… schnuller hat arian so mit 6 monaten genommen… ist auch ok.. ach ja und wir stillen immernoch.. mit fast 16 monaten 😉

  3. das schlimmste an schnullern ist ja, das die immer runterfallen und dreckig sind, baeh!!
    und auf nimmerwiedersehn verschwinden, wenn baby nun grade ohne den doofen schnuller extrem untroestlich ist.
    ausserdem sehen die kinder mit schnuller immer ein bisschen seltsam aus.
    diesmal werden wir die also eingepackt lassen und uns anderweitig behelfen (aua, meine nippel!).

  4. claudia bünning · Edit

    Hallo Gianna du schreibst in deinem Artikel in kürzlich erfolgten forschungen über aufbewahrung von muttermilch. könntest du mir vielleicht quellen nennen das wäre super danke und gruss claudia

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