Hilfe – mein Baby erbricht sich

Es gibt Babys, die nach dem Stillen spucken. Wenn es sich nur um Spucken handelt, sind keine weiteren Krankheitsanzeichen zu erkennen.

Selbst wenn es so aussieht, als ob das Baby sehr viel Milch ausspuckt, kann es dem Baby dabei gut gehen. Achte auf die Anzahl der nassen Windeln und auf Stuhlentleerungen innerhalb von 24 Stunden. Hat dein Baby sechs bis acht nasse Windeln und mindestens zwei Stuhlentleerungen, kannst du davon ausgehen, dass dein Baby genug Milch bekommt. Bei einem Baby, was älter als sechs Wochen ist, sind auch seltenere Stuhlgänge normal. Ein weiterer verlässlicher Maßstab ist die Gewichtszunahme. Nimmt dein Baby pro Woche mindestens 113 g zu, kannst du dir sicher sein, dass es genügend Nahrung erhält, auch wenn es viel spuckt.

Ein Reflux, das Zurückfließen des Mageninhaltes in die Speiseröhre, ist ein ernsthaftes gesundheitliches Problem bei manchman Menschen. Dennoch ist das Spucken bei vielen Babys während des ersten Lebensjahres als normal anzusehen und nicht unbedingt ein Hinweis für spätere Refluxprobleme. Gewöhnlich hört das Spucken mit zunehmendem Alter des Babys unvermittelt auf.
Die Untersuchung oder Behandlung des Refluxes bei spuckenden Stillkindern kann sich negativ auf das Stillen auswirken und zu einer unnötigen medizinischen Behandlung führen. Die Einführung von fester Kost, um die Nahrung “anzudicken” und so das Spucken zu verhüten, beeinträchtigt das Stillen bei einem Baby, das jünger als sechs Monate ist, da die Muttermilch im Speiseplan ersetzt wird und die Milchmenge der Mutter abnimmt. Eine zu frühe Einführung von fester Kost gefährdet das Baby auch deshalb, weil erbrochene, feste Nahrung, die das Körpergewebe reizt, möglicherweise in die kindlichen Lungen eingeatmet wird. Nach Meinung von Refluxspezialisten sind medizinische Tests auf Reflux bei Babys unter einem Jahr nicht angezeigt, es sei denn, sie leiden zusätzlich zum Spucken unter schlechter Gewichtszunahme, gar Gewichtsverlust, oder es kommt zu zeitweisem schwerem Verschlucken, oder es gibt Anzeichen für eine Lungenerkrankung.

Haben Babys Spuckprobleme, wird empfohlen, sie während und nach den Mahlzeiten aufrecht zu halten, sie oft aufstoßen zu lassen und sie häufig, aber nur für kurze Zeit, anzulegen.
Die bei Babys mit Verdacht auf Reflux manchmal vorgeschlagene Umstellung von Muttermilch auf künstliche Säuglingsnahrung kann das Spucken des Babys eher verschlimmern als verbessern. Untersuchungen haben gezeigt, dass gestillte Babys weniger zu Reflux neigen als die mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährten Babys. Die Ursache dafür mag teilweise darin liegen, dass ein Grund für Reflux eine verzögerte Entleerung des Magens ist und Muttermilch den Magen doppelt so schnell verlässt wie künstliche Säuglingsnahrung.

Spuckt ein Baby regelmäßig nach den Mahlzeiten, sollte es von einem Arzt untersucht werden, um auszuschließen, dass es an einer Magenpförtnerverengung leidet. Pylorusstenose wird eine Verengung in der Muskelwand der “Röhre” genannt, die vom Magen in den Darm führt. Bei einer Magenpförtnerverengung wird die Milch nur schwer aus dem Magen des Babys in den Darm weiterbefördert und es erhält daher nicht genug Nahrung.
Die ersten Anzeichen für eine Magenpförtnerverengung treten gewöhnlich im Alter von zwei bis acht Wochen auf. Zunächst kann es zu regelmäßigem Spucken oder schwallartigem Erbrechen in hohem Bogen kommen. Wenn die Magenmuskeln des Babys die Milch durch seine Speiseröhre pressen, kann sie so aus seinem Mund herausschießen, dass sie einige Meter weit spritzt. Anfangs passiert dies nur gelegentlich, aber mit der Zeit kommt es immer häufiger vor, bis das Baby bei jeder Mahlzeit schwallartig und in hohem Bogen erbricht. Wenn das Baby gut zunimmt, ist es allerdings unwahrscheinlich, dass es an einer Pylorusstenose leidet.

One thought on “Hilfe – mein Baby erbricht sich

  1. Mein zweiter war ein “Speikind” und haben mit Homöopathie gute Erfolge gehabt – es ging nicht weg, wurde aber deutlich besser. Dabei behandelten mit mit konstitutionellen Mitteln…

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