Im Krankenhaus mit einem gestillten Baby

BabyManchmal muss ein Baby im Anschluss an die Geburt im Krankenhaus bleiben oder wegen einer ernsthaften Erkrankung oder einer Verletzung (wieder) in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Unabhängig davon, wie die Umstände aussehen, es ist für dich, als Mutter eine emotional schwierige Zeit! Du bist möglicherweise verletzlich und voller Schuldgefühle. Dein Selbstwertgefühl ist wahrscheinlich sehr angeschlagen. Folgende Fragen solltest du dir stellen:

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Was hat der Arzt über das Stillen gesagt?

Wenn das Baby keine Flüssigkeit oder Nahrung aufnehmen kann, kannst du deine Milch auszustreichen oder abpumpen und für diese Zeit aufbewahren, wenn dein Baby wieder gefüttert werden kann. Auf diese Weise wird nicht nur Milch für dein Baby bereitgestellt, sondern es ermöglicht dir auch, die Milchproduktion aufrechtzuerhalten und bewahrt die Brüste davor, zu voll zu werden.
Wenn dein Baby überhaupt etwas zu sich nehmen kann, ist Muttermilch am besten, da sie leicht und schnell verdaut wird. Muttermilch ist eine natürliche Flüssigkeit, die zusätzlich einen Immunschutz gegenüber Krankheiten verleiht, der einem kranken Baby helfen kann, schneller wieder gesund zu werden.

Wie weit ist entfernt ist das Krankenhaus, in dem mein Baby liegt?

Wenn dein Baby in ein weit entferntes Krankenhaus eingewiesen wurde – zum Beispiel in eine Spezialklinik – frage doch im Krankenhaus nach, ob es Möglichkeiten gibt,es in ein näher gelegenes Krankenhaus zu verlegen, nachdem sich sein Zustand stabilisiert hat. Dadurch wäre es einfacher, mit deinem Baby zusammen zu sein.

Welche Haltung hat das Krankenhaus gegenüber Rooming-in?

Je nachdem, in welchem Zustand sich dein Baby befindet, welche Regeln in dem Krankenhaus gelten und welche anderen Verpflichtungen du noch hast, kannst du vielleicht Tag und Nacht bei deinem Kind bleiben und es uneingeschränkt stillen. In vielen Krankenhäusern können Eltern für die Dauer des Aufenthaltes bei ihren Kindern bleiben und bei der Pflege mithelfen. Falls du noch weitere Kinder zu Hause hast, kannst du unter Umständen nicht Tag und Nacht bei deinem Baby im Krankenhaus bleiben. Selbst wenn es dir nicht möglich ist, den ganzen Tag ununterbrochen im Krankenhaus zu verbringen, kannst du es immer noch regelmäßig besuchen – während der Besuche stillen und dafür sorgen, dass dem Kleinen genug Milch zur Verfügung steht, wenn du nicht zum Stillen da sein kannst.

Bereits durch kleine Verbesserungen können schwierige Situationen manchmal erleichtert werden. Hier einige Ideen, wie der Krankenhausaufenthalt deines Babys angenehmer für dich werden kann:

Unterbringung:

  • Wenn dein Baby in einem Mehrbettzimmer untergebracht ist, ist es günstig, um das am weitesten von der Tür entfernte Bett zu bitten. Dort kannst du dir mit deinem Baby besser einen privaten Bereich schaffen und ihr habt mehr Ruhe.
  • Wenn es eure finanzielle Lage erlaubt, könnten durch die Unterbringung in einem Einzelzimmer Störungen vermieden werden.

Bequemlichkeiten für dich – die Mutter:

  • Verbringst du viel Zeit im Krankenhaus, können mitgebrachte Getränke und nahrhafte kleine Mahlzeiten dazu beitragen, dich bei Kräften zu halten. Außerdem kannst du die Schwestern um zusätzliches Wasser zum Trinken bitten. Da du eine “Nahrungsquelle” für das Baby darstellst, kannst du vielleicht Mahlzeiten vom Krankenhaus erhalten.
  • Wenn du bequeme Kleidung trägst, die dir ein unauffälliges Stillen erlaubt, kannst du dich ungehemmter fühlen, falls jemand vom Krankenhauspersonal das Zimmer betritt. Bequeme Schuhe tragen auch zu deinem Wohlbefinden bei.

Im medizinischen Bereich:

  • Bekommt dein Baby eine Infusion, kannst du darum bitten, das besonders lange Schläuche angebracht werden, um mehr Bewegungsfreiheit beim Stillen zu haben.
  • Du kannst dich beim Stillen mit unter ein Sauerstoffzelt legen.
  • Steht deinem Baby eine unangenehme medizinische Behandlung bevor, kannst du darum bitten, es vorher stillen zu dürfen, während der Behandlung bei ihm zu bleiben und es unmittelbar danach wieder zu stillen.


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4 thoughts on “Im Krankenhaus mit einem gestillten Baby

  1. hm, um auch im krankenhaus angemessen milch produzieren zu koennen, waere _fuer mich_ eine voraussetzung, kein krankenhaus-essen nehmen zu muessen, dh jemand aus meiner familie muesste mir regelmaessig essen bringen. als meine grosse mal im krankenhaus lag (vorschul-alter) musste ich ihr auch immer essen vorbeibringen, als ich mit ihr nach der geburt die tage im krankenhaus war, hat mein papa immer essen gebracht.
    klinik-essen ist fuer mich der horror schlechthin.

  2. Die Zeiten, die ich während der Schwangerschaften im Krankenhaus verbracht habe, war ich einfach froh, mal bekocht zu werden. Beidemale gab es Menü zum Selberwählen aus guter Küche. Gewiß muß man Abstriche machen – aber man kann seiner Familie auch einfach mal Ruhe gönnen – andere haben eine handvoll Reis am Tag… Sorry, aber dazu wollte ich gar nichts schreiben…

    TIPP zum Krankenhausaufenthalt mit Baby:
    Ich hatte mein Tragetuch dabei, als der Kleine mit 5 Monaten mit einer Lungenentzündung 4 Tage dort lag – es war sehr hilfreich, da er das Tragen darin gewohnt war und teilweise nur dort ruhig war… Das ist deutlich einfacher, als das Kind auf dem Arm tragen zu müssen!

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