Stillen – Aus der Sicht (d)eines Babys

Ich liege im Bett, neben dir. Du scheinst noch zu schlafen, und ich schaue dich ganz genau an. Seit ich hier auf der Erde bin bist du das Allerwichtigste für mich. Du schützt mich vor Dingen mit denen ich noch nicht zurecht komme, das Band das uns verbindet wird bestehen solange wir leben. Ich strampel noch ein bisschen mehr und fange an zu erzählen … und da machst du die Augen auf und schaust mich an. Ich hab Hunger! Ich brauche deine Nähe, und Hunger bedeutet für mich noch Angst vielleicht nicht zu überleben. Jedesmal wenn du mich an deine Brust legst, stillst du meine Überlebensangst. Du gibst mir zu verstehen; dass ich nicht alleine bin und du jederzeit für mich da bist. Jetzt hast du mich vorsichtig zu dir heran gezogen. Ungeduldig fang ich an zu suchen und wackel mit meinem Kopf aufgeregt hin und her, manchmal musst du dabei vielleicht schmunzeln.

Baby

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Dann vergrabe ich mein Gesicht genüsslich in deiner Brust und trinke. Meine Füßchen graben ab und an etwas unter der Bettdecke hin und her, meine Augen werden schnell wieder schwerer – vor Genuss und auch ein bischen Anstrengung. Der Moment gehört nur uns beiden, weil es eines der elementarsten Dinge ist die uns verbinden. Archaisch, uralt und trotzdem mit jedem Kind anders. Ich sauge deinen Geruch tief ein, ich könnte Ihn nie mehr aus meinem Gedächtnis verlieren. Das Stillen behält mir etwas von der Nähe zu dir,als ich noch in deinem Bauch war. Wir sind beide vor lauter Ruhe wieder eingeschlafen …
Stillen ist Nahrung,und Nahrung bedeutet überleben. Auch wenn es viele Menschen nicht verstehen können, für unwichtig halten und nicht relevant. Auch wenn es manchmal nicht einfach ist – es ist ein unsichtbares Band zwischen mir und Dir, was mir den Übergang in diese Welt erleichtert.

Vielen herzlichen Dank an meine Freundin Marenfür die Bereitstellung dieses wunderbaren Textes!!

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3 thoughts on “Stillen – Aus der Sicht (d)eines Babys

  1. Das ist wunderschön, kann das gerade sehr gut nachempfinden, nachdem ich gerde aus dem schlafzimmer geschlichen bin, wo meine Kleine gerad beim stillen eingeschlafen ist 🙂

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