Stillen – emotionale und gesundheitliche Vorteile

Stillen – emotionale und gesundheitliche Vorteile

Das Stillen hat für dein Kind und auch für dich viele gesundheitliche und emotionale Vorteile. Es lohnt sich, auch wenn es mal Schwierigkeiten geben sollte.

Manche Babys und Mütter sind Naturtalente; aber die meisten müssen sich erstmal beschnuppern (!), kennenlernen und üben. Das ist okay. Denk dran, dass früher oft Babys 8 oder sogar 24 Stunden gar nicht angelegt wurden. Das ist nicht nachahmenswert, zeigt dir aber, dass ein gesundes Kind nicht sofort Nahrung braucht. Ihr habt also Zeit, euch aneinander zu gewöhnen!

Hier einige Tipps für das Stillen

  • Behalte dein Kind nach der Geburt im direkten Körperkontakt; wenn es die erste Stunde nach der Geburt bei dir bleibt, klappt nachgewiesenermaßen das Stillen besser. Es wird dir durch Krabbel- und Suchbewegungen zeigen, wann es bereit ist, zu saugen.
  • Einige Babys lecken am Anfang nur an der Brust oder stoßen die Brustwarze immer wieder mit der Zunge heraus. Auch das ist ein Schritt auf dem richtigen Weg; auch so werden Hormone freigesetzt, die die Milchbildung in Gang bringen.
  • Denk dran, dass es ganz normal ist, dass ein Kind in den ersten Tagen bis zu 10 % seines Geburtsgewichtes abnimmt! Es scheidet Fruchtwasser und das Kindspech aus und muss eine enorme Anpassungsleistung vollbringen. Wiege dein Kind nicht vor und nach dem Stillen! Du setzt dich damit nur unter Druck und die Milch fließt schlechter! Jeden zweiten Tag wiegen reicht völlig. Wenn du zu Hause wiegen willst, mach es einmal in der Woche.
  • Unnötige Gaben von gesüßtem Tee oder Glukose stören den natürlichen Ablauf.
  • Bei der Milchproduktion gelten marktwirtschaftliche Gesetze: Die Nachfrage bestimmt das Angebot! Lass dein Baby häufig und früh saugen, dann stellt sich schnell (nach drei bis fünf Tagen) die volle Milchproduktion ein. Der “Milcheinschuss”, d.h. das Prall- und Schwerwerden der Brüste durch den Blutandrang am 3. oder 4. Tag verläuft nach frühem und häufigen Anlegen meist sanfter. Das Baby darf so lange trinken, wie es möchte; es muss nur richtig an der Brust liegen, d.h. viel Warzenhof im Mund haben. Wenn die Brüste sehr spannen hilft oft Kühlen. Auch Quarkauflagen tun gut! Vorm Anlegen aber wieder Wärmen! Kurzfristig wenig trinken. Ausruhen!
  • Stillen ist Arbeit! Schlaf auch du, wenn dein Baby schläft, iss und trink reichlich. Lass dich pflegen und verwöhnen. Nimm Hilfsangebote an. Manchmal dauert es einige Wochen, bis alle Startschwierigkeiten überwunden sind. Lass dir von deiner Hebamme oder Müttern aus einer Stillgruppe helfen.

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