Teil 1: Hilfe – die Milch reicht nicht

Ich möchte hier ein paar Anmerkungen zum Thema “Stillen” aufschreiben. Oft hakt’s beim Stillen und viele Frauen haben Probleme. Mein Sohn hatte mit ein paar Monaten auch einen Stillstreik und ich wusste nicht, was zu tun ist, bis ich mich an eine Stillberaterin der LaLecheLiga gewandt hatte, die mir super zur Seite gestanden hat. Sie hat mir wieder Kraft gegeben, so dass ich wieder geradeaus blicken konnte. Durch die Kraft haben wir das Problem gemeistert und in den Griff bekommen. Hier also ein paar eher allgemeine Tipps.

Es geht nicht immer so harmonisch zu, wenn’s ums Stillen geht, wie es uns diverse Bücher vorgaukeln. Das verträumte Baby guggt seine Mutter zuckersüß und zufrieden an… das ist nicht immer so. Doch ich gebe den Tipp, lasst euch nicht entmutigen, wenn es mal Probleme gibt – auch beim Stillen fallen nur wenige Meisterinnen vom Himmel.

sabrina gonstalla / pixelio.de

Zur Beruhigung: Nur ein wirklich sehr kleiner Teil der Frauen ist tatsächlich nicht in der Lage, das Kind ausreichend zu stillen. Nach Erfahrung der La Leche Liga Deutschland sind das nur 2 – 3 % der Frauen. In den allermeisten Fällen hat der Milchmangel vorübergehende und behebbare Ursachen. Auch werden oft die Signale des eigenen Körpers oder des Kindes falsch gedeutet, obwohl die Milch reicht.

Angebot und Nachfrage

Manchmal entsteht also der Eindruck, die Milch reicht nicht, obwohl das nicht stimmt. Zum Beispiel schreit das Kind nach dem Trinken oder die Brust fühlt sich weicher an als früher. In den ersten Wochen nach der Entbindung pendelt sich das Niveau von Angebot und Nachfrage ein, die Brust ist vielleicht weniger prall, wird weicher und oft fast wieder so wie vor der Schwangerschaft. Trotzdem reicht die Milch. Auch wenn das Kind nach dem Trinken schreit, kann dies als Hungersignal missverstanden werden. Vielleicht muss das Kind aber einfach nur Spannungen abreagieren (oft am Spätnachmittag der Fall) oder es ist müde oder langweilt sich.

Allgemein gilt: Wenn das Kind gedeiht, also leuchtende Augen, eine straffe Haut und täglich etwa sechs nasse Windeln hat sowie stetig zunimmt, dann reicht die Milch eindeutig völlig aus.

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