Wie lange stillen?

Das Stillen über die ersten sechs Lebensmonate hinaus bis ans Ende des zweiten Lebensjahres und, wenn gewünscht, noch darüber hinaus hat trotz vieler gegenteiliger Behauptungen große ernährungsphysiologische und immunologische Vorteile.
In unserer Kultur ist es üblich, früh – viel zu früh – abzustillen und feste Nahrung zu geben. Wenn du und dein Kind in beiderseitigem Einverständnis aufhören zu stillen, ist das ideal. Möchtest du weiter stillen, hast aber Probleme damit, ist es am Besten, wenn du dir fachkundige Hilfe holst. Die meisten Frauen können lange stillen, wenn sie die richtigen Informationen und angemessene Unterstützung bekommen.
Du weißt, wie sinnvoll es ist, sechs Monate ausschließlich zu stillen. Danach kannst du allmählich Beikost einführen. Wie der Name schon sagt, ist das Nahrung, die neben der Milch gegeben, also zugefüttert wird, sie aber nicht gleich verdrängt.
Hier bei uns spricht man von “Abstillen”, wenn man anfängt, zusätzlich etwas zur Muttermilch zu geben. “Abstillen” im eigentlichen Wortsinn bedeutet, mit dem Stillen Schluss zu machen. Physiologisch günstig ist es aber, dem Kind allmählich leicht verdauliche andere Nahrung anzubieten, die es zusätzlich zur Muttermilch erhält, um seinen sich stetig erhöhenden Nährstoffbedarf zu decken und sich dann ab dem zweiten Lebensjahr an die Familienkost zu gewöhnen. Diesen Prozess nennt man “Entwöhnen”.
Die American Academy of Pediatrics (AAP), die fachwissenschaftliche Organisation der US-amerikanischen Kinderärzte, empfiehlt, Kindern im ersten Lebensjahr keine andere Milch als Muttermilch zu geben. Das ist wichtig für Immunschutz, Allergieprophylaxe, bessere körperliche und geistige Entwicklung und die Förderung der Mutter-Kind-Bindung.

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