Brust tut weh – was tun bei Milchstau

Nach dem meine Schwangerschaft gegen Ende nicht so toll war, weil ich im 7. Monat mein Bein gebrochen habe, war die Geburt sehr schön. Naja, anstrengend, aber ein unbeschreiblich tolles inniges Erlebnis. Als ich meinen Sohn zur Welt gebracht hatte, war ich sehr müde. Mein kleiner Sonnenschein, Gott sei Dank auch. Die Geburt dauerte immerhin 20 Stunden. Nur die Wehen berechnet! Ich traf im Krankenhaus eine Dame, die schon mehrere Kinder geboren hat. Sie gab mir einen Tipp, den ich mit euch teilen möchte: sooft es geht, nach der Geburt warme Wickel machen (ein warmer Waschlappen reicht aus) und warmes Wasser über die Brust laufen lassen. Das hilft, dass die Milch schneller einschießt. Dann sooft es geht euren Sonnenschein anlegen, dass es zu keinem Milchstau kommt.

Ich hatte allerdings folgendes Problem
Ich hatte einen Milchstau in der Brust und unter dem Armen. Oweih, dass hat weh getan. Unter Tränen haben wir es aus massiert, das geht am Besten mit Kakaobutter. Diese bekommt man in der Apotheke. Die ist super! Ich hatte damals so runde flache 2 Euro große Stücke. Diese legte ich auf die Brust und erst mit der Körperwärme wird sie weich und flüssig, ölig. Damit war es wesentlich einfacher und angenehmer die Brust auszumassieren.
Aber die Brustwarzen aussparen und danach gut waschen. Das könnte sonst zu Durchfall bei Eurem Baby führen…

Das Ausmassieren ist ganz einfach
Ihr braucht ein Handtuch und die Kakaobutter. Ihr wartet bis die Butter auf eurer Haut weich geworden ist. Dann könnt ihr anfangen die Milchgänge, diese fangen in den Achseln an, langsam bis zur Brust auszustreichen, also mit den Fingern die Milchgänge nachstreichen. Ihr merkt das schon, denn bei einem Milchstau, entstehen so kleine „Knoten“. Dann geht ihr weiter bis zur Brustwarze und dann fließt auch schon die Milch. Dies könnt ihr auch auffangen und eurem älterem Kind, wenn ihr noch große habt, Hund oder Katze geben. Diese lieben es! Den Tieren aber nicht zu viel.

Vergesst den Rest der Brust nicht. Oben, unten und an den Seiten.

Habt ihr einen heftigen Milchstau, fangt bitte unten an, sprich kurz vor der Brustwarze anfangen und dann langsam zur Achsel hocharbeiten. Aber immer komplett bis runter zu den Brustwarzen. Ich habe es immer so herum gemacht, weil die Milchgänge ja nicht gestaut seinen sollen, sonst kann die Milch nicht richtig „fließen“. Wenn die Milchgänge frei sind, kann man es von oben machen, um evtl. einen Milchstau von der Achsel zu lösen.

Bitte fragt Eure Hebamme oder Arzt und lasst es vorher abklären. Nicht das ihr etwas anderes habt und ihr Kontraproduktiv arbeitet.

Ja anschließend habe ich Retterspitz auf einen Waschlappen gemacht und die Brust damit gekühlt damit sie weiter „läuft“. Das was immer sehr angenehm. Aber auch hier vor dem Stillen immer waschen.

Die Kakaobutter eignet sich aber auch super zum Vorbereiten beim Stillen, damit die Milch richtig fließt. Bei „trinkfaulen“ Kindern ist immer sehr hilfreich, dann fließt die Milch schon, bevor sie sich anstrengen müssen und schon vorher einschlafen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Stillen, genießt es, auch wenn Ihr Startschwierigkeiten habt. Das ist normal. Ihr müsst euch beide erst darauf einstellen. Aber wenn ihr euren Rhythmus habt und die Unsicherheit verflogen ist, ist es eines der schönsten und innigsten Erlebnisse der Welt!

One thought on “Brust tut weh – was tun bei Milchstau

  1. Hallo,

    wenn ich einen Milchstau hatte, habe ich immer Quarkwickel gemacht. Das war zwar beim sauber machen der Brüste eine Sauerei aber hat super geholfen.

    Gruß Jette
    Babyausstatter jettini.de

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