Das richtige Kinderfahrrad schenken

Zu verschiedenen Anlässen werden Kinderfahrräder verschenkt – Weihnachten, Geburtstag, Einschulung u. a. Doch es scheint recht schwer zu sein, das passende Rad zu finden. Planung ist hier alles und wer sich vorab ein wenig informiert, kann genau das passende Fahrrad für den Nachwuchs finden. Leider muss man sagen, dass sich ein Fahrrad als Überraschung nicht so gut eignet, denn zum Probesitzen sollten die Eltern die Kinder mitnehmen. Sicherlich kann man sich hier eine Ausrede einfallen lassen, etwa, wenn es Cousins oder Cousinen gibt, die beschenkt werden sollen. Das Rad muss auf jeden Fall exakt passen, damit das Kind bequem sitzt und sicher fahren kann. 

Thommy Weiss / pixelio.de

Wichtig ist die Innenbeinlänge des Kindes, denn damit ist ein guter Anhaltspunkt gegeben, mit dem die richtige Größe des Fahrrads bestimmt werden kann. Das Kind sollte zum Messen gerade an einer Wand stehen. Zwischen die Beine sollte ein Buch oder etwas Ähnliches, das den Sattel imitieren kann, gehalten werden. Maß genommen wird von der Oberkante des Buches bis zum Boden. Das Kind sollte keine Schuhe tragen und auch nicht in dicken Hosen zum Messen parat stehen. Mit Hilfe der Innenbeinlänge wird die passende Höhe des Sattels bestimmt. Auch für die Tretkurbellänge ist dieses Maß wichtig. Mit diesem Maß lässt sich nun herausrechnen, welche Größe passt, damit die Beine gestreckt sind, wenn das Pedal in seiner tiefsten Stellung positioniert ist. Die Tretkurbellänge passt, wenn die Knie in der höchstmöglichen Pedalstellung einen Winkel von 90 ° bilden. Körpergröße und Breite der Schultern spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Der Lenker sollte rund zehn Zentimeter breiter sein, als die Schultern des kleinen Fahrers.

Von einigen Herstellern gibt es Räder, die mitwachsen und bei denen das Sattelrohr sehr stark nach hinten geneigt ist. Der Abstand zwischen Sattel und Lenker kann vergrößert werden, wenn der Sattel höher gestellt wird. Teilweise gibt es die Modelle auch noch mit einem Lenker, der ebenfalls verstellbar ist. Vom Design her sollte das neue Rad dem Kind gefallen, nicht den Eltern. Bedruckte Räder können allerdings schnell aus der Mode sein, denn der Geschmack der Kinder ändert sich teilweise von heute auf morgen. Beim Kauf sollte mit dem Verkäufer über eine mögliche Rückgabe gesprochen werden, damit es nachher nicht zu bösen Überraschungen bei einer versuchten Rückgabe kommt. Gute Fahrräder sind nicht ganz billig, ab 150 Euro gibt es die 12-Zoll-Räder, ab etwa 300 Euro die 24er Modelle. Dabei sind die teureren Räder meist die leichteren, was bei einem Kinderfahrrad durchaus wichtig ist. Für die Ausstattung gilt, dass ein verkehrssicheres Kinderfahrrad über eine Beleuchtung mit Nabendynamo und Standlicht hinten verfügen sollte. Vorgeschrieben sind die Reflektoren an den Rädern. Die Bremsen müssen doppelt vorhanden und unabhängig voneinander sein. Klingel, Gepäckträger, Schutzbleche und nach Möglichkeit ein geschlossener Kettenkasten sind ebenfalls wichtig. Und – ganz wichtig – der Helm darf nicht vergessen werden

One thought on “Das richtige Kinderfahrrad schenken

  1. Dass die richtige Kinderradgröße wichtig ist kann ich nur bestätigen. Allerdings würde ich bei kleineren Kindern bis etwa 8 Jahre bei der Größenwahl bzw Sattelhöheneinstellung eher empfehlen, dass das Kind mit beiden Fußspitzen gleichzeitig den Boden berühren kann. Das ist beim Auf- und Absteigen wesentlich wichtiger und sicherer als die ergonomisch natürlich günstigere Einstellung „tiefste Pedalstellung -gestrecktes Bein.“

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