Was tun bei einer Brustentzündung?

Eine Komplikation, die durch bakterielle Besiedlung wunder oder blutender Brustwarzen hervorgerufen wird, ist eine Brustentzündung, auch Mastitis genannt. Auch ein unbeachteter Milchstau kann eine Brustentzündung hervorrufen. Diese kann sich ähnlich wie eine Grippe mit Kopfweh, Gliederschmerzen und erhöhter Temperatur ankündigen. Du fühlst dich meist kraftlos und sehr müde. Innerhalb von wenigen Stunden entwickelt sich hohes Fieber und der betroffene Brustteil ist gerötet, heiß und schmerzt. Bei diesen Symptomen ist ein Besuch beim Arzt leider unerlässlich. Bei Bedarf bekommst du Antibiotika und Schmerzmittel, die mit dem Stillen vereinbar sind, verschrieben.

aboutpixel.de / Babyfüße © Rico Kammerer

Was du sicher brauchst, ist Bettruhe. Begleitend zur Behandlung mit Medikamenten solltest du an der betroffenen Stelle mindestens alle zwei bis drei Stunden stillen. Vergiss dabei die andere Brust nicht. Zwischen den Stillmahlzeiten kannst du kühlenden Quark direkt auf die entzündete Stelle auflegen – was auch sehr gut hilft, sind frische Weißkohlblätter. Achte dabei darauf, dass du den Brustwarzenbereich aussparst. Auch ein kalter Wickel ist für die Behandlung geeignet. Ob dir zum Entleeren der Brust das Anlegen des Babys oder die Verwendung einer elektrischen Brustpumpe angenehmer ist, bleibt deine Entscheidung. Die Milch darf dem gesunden Baby aber gern verabreicht werden. Und: durch das Stillen löst sich die Entzündung viel schneller auf und die Schmerzen lassen schneller nach.

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