Lernen ist ein Kinderspiel

Mama, spiel mit mir! Gebe dieser Aufforderung ruhig nach und hilf deinem Kind, die Welt zu entdecken!

Kleine Kinder müssen spielen – nur so können sie lernen. Und das tun sie mit Ausdauer und viel Freude: Im Spiel entdecken sie die Welt. Hier findet ihr Tipps, wie ihr das unterstützen könnt…Ein Kind, dass ins Spiel vertieft ist, bleibt am besten ungestört. Notwendige Unterbrechungen kannst du ein paar Minuten vorher ankündigen, damit dein Kleines ausspielen kann.

baby_spieltSpielen braucht Platz – nicht nur im Kinderzimmer; dort fühlen Kinder sich schnell abgeschoben. Deshalb überlasse deinem Jüngsten am besten eine Ecke im Wohnzimmer, in der Küche oder im Flur, wo es sich ausbreiten kann.Das Aufräumen sollte nicht zum Dauer-Thema in deiner Familie ausarten. Spielzeuglandschaften und halbfertige Bauwerke müssen manchmal ein paar Tage stehen bleiben. Stell genügend Stauraum für Spielzeug bereit: Regale, Kästen, Waschmitteltonnen …Wichtige Spiel-Plätze sind nebem dem Fußboden die Badewanne (für Wasser-Experimente und für die Spielzeug-Boote) sowie ein Tisch zum Malen und Werkeln, der auch mal Kratzer abbekommen darf. Wenn ein Turm sechsmal zusammenkracht und erst beim siebten Versuch stehen bleibt, lernt ein Kind dabei mehr als eines, dem die Mutter den Turm auf Anhieb richtig hinstellt. Bekunde dein Interesse vor allem durch Zuschauen, durch Nachfragen oder mache Vorschläge, wie das Spiel vielleicht weitergehen könnte. Das Allerwichtigste: Schaffe eine Atmosphäre, in der dein Kleines sich geborgen fühlen kann. Es braucht Nähe, um konzentriert zu spielen. Lärm oder Unordnung gehören manchmal einfach dazu. Sage, wann es dir zu weit geht, aber ziehe die Grenzen möglichst großzügig.

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Spielzeug
Beim Spielzeug-Einkauf kannst du der roten Marke “spiel gut” vertrauen. Auch Spielgruppen-Leiterinnen oder Erzieherinnen haben oft gute Tipps. Beobachte dein Kind: Was spielt es am liebsten? Welche Spielsachen lässt es links liegen? Welche Wünsche äussert es über längere Zeit immer wieder?Die schönsten Spielsachen können Vater und Mutter nicht ersetzen. Ein Kind spielt umso lieber und lernt umso mehr, wenn es dabei das Interesse und die Zuwendung der Eltern genießt. Mitspielen heißt daher die Devise. Aber: Eltern müssen nicht rund um die Uhr den Entertainer spielen. Sag Nein, wenn du wirklich keine Zeit hast.Vieles, was im Haushalt abfällt, ist zum Wegwerfen zu schade. Alte Bettlaken, Kissen, Töpfe, Schuh- und Eierkartons, Knöpfe, Kleidung, Waschmitteltonnen, die alte Schreibmaschine, Abfallholz, Tapetenreste – all das sind wunderbare Spielsachen.
Auch alberne Ideenhaben ihren Sinn. Mach mit, wenn dein Kleines vielleicht zur Melodie von “O Tannenbaum” einen Nonsens Text singt, und lasse zu, dass es Spielzeug zweckentfremdet oder ein verknotetes Handtuch als Ball benutzt. Das fördert die Fantasie und Kreativität.Weniger ist mehrDiese alte Regel gilt auch im Kinderzimmer. Spielzeugberge überfordern die Kinder und lähmen die Fantasie. Leg’ deshalb eine “Schatzkiste” an, in die all das kommt, womit sich dein Kind gerade nicht beschäftigt. Sie wird im Keller oder auf dem Dachboden verstaut und nur alle paar Wochen hervorgeholt. Sortiere die Kiste hin und wieder aus!

20 Spielsachen, die jedes Kind braucht

  • Bälle
  • Teddy
  • Greiflinge, Rasseln
  • Sandspielzeug
  • Puppe zum Anziehen
  • Bauklötze
  • Sortierbox
  • Nachzieh-Spielzeug oder Schiebetier
  • Rutscherauto
  • Knete
  • Aufstellspielzeug = “kleine Welten”
  • Legespiele, Puzzle
  • Memory
  • Haushaltsgeräte wie Kinderbesen, Back- und Ausstechformen
  • Stifte und Papier
  • Autos oder Zug zum Schieben und Beladen
  • Konstruktionspielzeug zum Stecken
  • Schaukel
  • Dreirad
  • und alles mögliche Zeug zum Spielen, das im Haushalt anfällt: Schachteln und Kartons jeder Größe, abgelegte Taschen, alte Kataloge, Holzreste, leere Shampoo-Flaschen …

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One thought on “Lernen ist ein Kinderspiel

  1. Ein schöner und informativer Artikel; was mich ein bisschen stört, das sind die 20 Spielsachen, die ein Kind haben MUSS.

    Zugegeben, es sind Spielsachen, die mir durchaus schön vorkommen, aber ich denke/glaube, Kinder sind zu individuell, als das solche Aufzählungen sinnvoll wären.

    Viel wichtiger ist es, sich sein Kind gut anzusehen, zu spüren, sehen, womit es gerne spielt. Das können die Dinge sein, die hier aufgezählt wurden, das kann etwas völlig Anderes sein.

    Ein lieber Gruß von Ansgar

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